06 Mai 2020

Schlafprobleme !? “Wenn die Nacht zum Tag wird”

Schlafprobleme über ein paar Tage hinweg sind in stressigen Lebensphasen oder während einer Erkrankung (z.B.: Erkältung, grippaler Infekt) oder aufgrund anderer belastender Situationen harmlos. 

Bestehen Schlafprobleme (die häufigsten sind Ein- und oder Durchschlafprobleme) für mindestens drei Wochen oder auch länger so spricht man von einer Schlafstörung. Schlafstörungen sind keine Lappalie und in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Bei Betroffenen kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit, in der Tagesbefindlichkeit und auch in der sozialen Kompetenz zudem steigt die Unfallgefahr stark an. Die Ursachen können körperlich oder auch psychisch bedingt sein – wichtig ist, diese in jedem Fall abklären zu lassen!

Bei primären Schlafstörungen lassen sich keine psychischen oder körperlichen Ursachen finden, häufig sind sie durch ungünstige Schlafbedingungen oder Stress bedingt. Sekundäre Schlafstörungen haben eine organische oder psychische bzw. psychiatrische Ursache z.B.: durch psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen; organische bzw. neurologische Erkrankungen wie chronische Schmerzen, hormonelle Erkrankungen etc.; oder auch durch Medikamente oder legale/illegale Drogen. 

Was tun? 

Bei organischen und/oder psychiatrischen Ursachen der Schlafstörung steht natürlich deren Behandlung durch den Arzt/Psychotherapeuten/Psychologen an erster Stelle. Unterstützend können Sie auch selbst etwas gegen Schlafstörungen was tun! Diverse Studien belegen, dass sich zwei Drittel aller Schlafstörungen sehr gut durch nicht-medikamentösen Maßnahmen beheben lassen. 

Um Schlafstörungen entgegenzuwirken ist es wichtig, für eine gute „Schlafhygiene“ zu sorgen. Dazu gehört unter anderem: 

  • Regelmäßige Schlafenszeiten
  • Für angenehme Schlafbedingungen sorgen (ideal ist eine Raumtemperatur von 18 Grad, kein laufender Fernseher oder Radio beim Einschlafen)
  • Keine Koffein- oder Alkoholhaltigen Getränke ab dem späteren Nachmittag konsumieren sowie keine anstrengenden Fitnesstrainings oder spannende Thriller vorm zu Bett gehen (beides wirkt aufputschend)
  • Allgemein wirkt sich eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung/Training positiv auf den Schlaf aus
  • Lassen Sie den Tag in entspannender Atmosphäre langsam ausklingen Wichtig: Mindestens 30 Minuten vor dem zu Bett gehen kein Smartphone nutzen, d.h. keine E-Mails oder Nachrichten mehr zu checken oder zu beantworten!

Äußerst wirksam für einen guten, erholsamen Schlaf sind zudem diverse Entspannungsverfahren (PMR, Phantasiereisen, Autogenes Training…). Als besonders wirksam sei hier das Biofeedback-Training genannt. Dabei erlernen Betroffene ihre Körperwahrnehmung zu verbessern, div. Körperreaktionen (u.a. Atem, Pulsfrequenz, Muskeltonus etc.) bewusst zu verändern/zu beeinflussen wodurch eine Entspannung eintritt um in einen erholsamen Schlaf zu finden. 


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