Alle


19 Mrz 2020

Ein kleiner Leitfaden für die psychische Stabilität!

von Schwarzl Kevin und Mag. Eherer Sonja

In dieser aktuellen Krisenzeit entsteht für viele akuter Stress. Dauerstress ist für die Psyche, sowie den Körper ungesund. Deshalb ist es gerade in dieser Zeit sehr wichtig Psychohygiene und Entspannung zu betreiben. 

Auf Stressfaktoren reagiert jeder Mensch anders. Oft sind es körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot oder Erschöpfung. Hier ein paar Übungen, um Stress abzubauen. Nicht nur für die jetzige Zeit sondern auch die Zeit danach ;o)

  1. Das Prinzip der Achtsamkeit

Wir bewerten das, was wir erleben, nicht, und versuchen es nicht zu verändern, sondern nehmen es so an, wie es ist. 

Warum Achtsamkeit (auf den gegenwärtigen Augenblick konzentrieren mit all unseren Sinnen)? Weil es hilft! Aus vielen Untersuchungen geht hervor, dass Achtsamkeit das Wohlbefinden steigert, die Konzentration fördert, die Widerstandsfähigkeit verbessert und gegen Ängste und Depressionen hilft.

Wer mehr in der Gegenwart lebt, anstatt über die Vergangenheit zu grübeln oder sich Sorgen über die Zukunft zu machen, hat mehr Zugang zu den erfüllenden Aspekten des Lebens.

Das Beobachten des Atems ist eine der am häufigsten praktizierten und unaufwändigsten Achtsamkeitsübungen. Wie bei allen Dingen im Leben entsteht eine positive Wirkung erst durch regelmäßige Anwendung (am besten täglich).

  • Bauchatmung:

1. Sitze oder stehe mit aufrechtem Rücken und entspanne deine Schultern bewusst.

2. Schließe deine Augen und lege deine Hand auf den Bauch.

3. Richte deine volle Aufmerksamkeit auf deinen Atem: Atme tief durch die Nase in den Bauch ein. Fühle, wie die Atemluft durch die Nase fließt, mühelos in deinen Körper einströmt, dein Bauch sich weitet und die Luft sich in deinem Körper verteilt. Spüre beim Ausatmen, wie die Luft wieder aus dem Bauch herausfließt, die Bauchdecke sich wieder senkt und wie der Luftstrom durch deine Nase nach Außen strömt.

  • Die Wechselatmung (Yogaatmung)

Die Atmung heißt Wechselatmung, weil man wechselnd durch das linke und durch das rechte Nasenloch atmet. Nehmen Sie Daumen und den kleinen Finger (geht auch mit Ringfinger). Bringt Sie und andere vielleicht auch zum Lachen :o) 

  • Verschließen Sie das rechte Nasenloch mit dem Daumen und atmen Sie durch das linke Nasenloch lange ein. 
  • Nun das linke mit kleinem Finger geschlossen halten und durch das rechte lange Nasenloch ausatmen,
  • Machen Sie dies ein paar Minuten lang. 
  • Etwas Gewöhnliches anders machen

Anleitung:

Suchen Sie sich eine alltägliche Situation aus und machen Sie sie bewusst anders. 

Beispiel Zähneputzen:

Wenn Sie ein Rechtshänder sind, putzen Sie sich die Zähne mit Links. Dadurch wird man automatisch achtsam, weil sich die neue Herangehensweise zunächst komisch oder ungewohnt anfühlt.

Beispiel Essen: Wann haben Sie sich tatsächlich das letzte Mal vollkommen, ohne Ablenkung, auf das Essen konzentriert. Riechen Sie und Schmecken Sie mal wieder richtig und achtsam!

2. Lachen

Lachen ist der größte Feind des Stresses!

Wenn wir lachen, schüttet unser Körper Glückshormone (Endorphine) aus. Dabei ist es übrigens egal, ob wir “künstlich” lachen oder etwas wirklich lustig finden! Lachen entspannt und trägt zu einer positiven Grundstimmung bei. Durch Lachen wird ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt. Probieren Sie es gleich heute mit jemandem aus und fangen sie einfach zum Lachen an: 

Eine Übung aus dem Lachyoga (habe ich einmal gemacht und war eine der lustigsten Erfahrungen meines Lebens :o))

Pinguinlachen: Nehmen Sie den Gang eines Pinguins ein und laufen sie so im Zimmer herum, dabei fangen Sie an auf verschiedene Art und Weise laut zu lachen. Natürlich sollten noch andere Personen dabei sein (wir machen das im Moment mit Videotelefonie). Man darf kreativ sein: Rasenmäherlachen, Hühnerlachen, Wir fliegen lachen, Löwenlachen,…

Viel Spaß!

Positiver Nebeneffekt: Man verbrennt bei ausgiebigem Lachen auch Kalorien ;o)

3. Kommunikation

  • In Krisenphasen ist ein wichtiger Bestandteil die Kommunikation mit unseren Lieben. Das heißt, im konkreten die Kommunikation kann via Telefon, E -mail, Skype, Whatsapp und ähnliche Medien geschehen, um Ängste und Sorgen nicht alleine zu tragen. Aber auch um sich gegenseitig Mut zuzusprechen. WIR SCHAFFEN DAS!
  • Machen Sie anderen eine Freude. Tatsächlich steigert es unser Selbstwertgefühl und es versetzt uns in positive Stimmung, wenn wir anderen eine Freude bereiten.

Schreiben Sie wieder Briefe an ihre Lieben und verschicken Sie sie (Dankesbrief), machen Sie jemandem ein ehrliches Kompliment, spenden Sie, unterstützen Sie älter und schwache Personen.

4. Plan machen und seinen Tag strukturieren 

Aufgrund der aktuellen Lage läuft unser Alltag bei den meisten Menschen nicht wie bisher (Arbeit, …) Umso mehr, ist es gerade jetzt wichtig, seinen Alltag zu strukturieren.

  • Stehen Sie regelmäßig um die gleiche Uhrzeit auf
  • Machen Sie sich „hübsch“, auch wenn Sie alleine zuhause sind, das tut der Seele gut
  • Gehen Sie einigen Beschäftigungen nach wie, putzen der Wohnung, Wäsche waschen, kochen, backen,…
  • Tun Sie Dinge, die Sie schon lange nicht mehr gemacht haben: Häkeln, Puzzeln, Fotos sortieren, lesen, neue Rezepte ausprobieren, Dinge aussortieren, die man nicht mehr braucht (tut der Seele auch sehr gut), basteln, 

FÜR FAMILIEN: 

  • Holen Sie alte Gesellschaftsspiele hervor. Es macht Spaß und fördert die Bindung zueinander. Selbst Jugendliche, die die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbringen, nehmen wieder teil am Familiengeschehen, es können sehr positive Momente entstehen und es kann wieder positive Bindung entstehen. 
  • Basteln Sie mit ihren Kindern, seien sie kreativ und lassen Sie auch bei Ihren Kindern durch Langeweile wieder Kreativität entstehen. 

5. Vermeidung von negativen Gedankenkreisen

Grübeln Sie nicht über die aktuelle Situation. Grübeln bringt keine Lösungen, es verstärkt nur negative Denkmuster. Denken Sie positiv, sie können die aktuelle Situation nicht verändern aber Sie können dazu beitragen anderen zu helfen  und, dass sie keine weiteren Personen gefährden. 

Schreiben Sie ein „Selbstquarantäne Tagebuch“ und gestalten Sie es schön. 

6. Vertrauen Sie nur „offiziellen Stellen“ 

Die vielen Nachrichten, die im Moment auf uns einströmen, lösen bei vielen starke Verunsicherung und Ängste aus. Hören Sie auf offizielle Stellen, wie das Bundesministerium, und reduzieren Sie ihre Online Zeit. Setzen Sie sich zwei Fixpunkte am Tag, an denen Sie die Nachrichten verfolgen. 

7. Kontaktieren Sie ihren Therapeuten/Therapeutin

Versuchen Sie Ihre Therapien aufrechtzuerhalten via Telefon, Whatsapp, E-Mail, um erlerntes beizubehalten um Ihre psychische Stabilität aufrechtzuerhalten. 

Oder kontaktieren sie diverse Beratungsstellen, die ihre Hilfe in Krisensituationen anbieten.

Wir hoffen Ihnen damit eine kleine Unterstützung bieten zu können. 

Bitte nehmen Sie die Sache ernst und halten Sie sich an die Vorgaben der Regierung

Alles Gute und bleiben Sie gesund!

„Es gibt Berge da muss man drüber, damit der Weg weitergehen kann“


VORTRAG “Kind / Jugend / Sexualität” – Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!
17 Sep 2018

VORTRAG “Kind / Jugend / Sexualität” – Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!

Da es unterschiedlichste Wissensstände und Interessen in Bezug auf Sexualität gibt wurde ein Vortrag in meiner Praxis abgehalten.
In diesem Vortrag gab es für Erwachsene zunächst einige Informationen über die Entwicklung der sexuellen Reife von Kindern bis ins Jugendalter.
Auch praktische Übungen wurden durchgeführt, wie zum Beispiel: Eltern durften im Rollenspiel üben „wie baue ich das Gespräch über Sexualität und Orientierungen gut auf und welche Themen sind dabei für Kinder und Jugendliche wichtig“.

Fragen zu Liebe & Beziehungen waren auch genauso Thema wie Irritationen durch Pornografie und Fehlinformationen aus dem Internet. Auch die Körper von Jugendlichen entwickeln sich verschieden schnell. Bei manchen beginnt die Pubertät schon mit 9 Jahren, bei anderen erst mit 13. Durch die mediale Präsenz von bestimmten Idealen kann ein ungeheurer Druck entstehen, wie man auszusehen oder Sexualität zu leben hat.
Gleichzeitig purzeln die Hormone durcheinander und erzeugen noch mehr Fragezeichen im Kopf und einen starken Wunsch nach Orientierung.

Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!
Weitere Vorträge auf Anfrage


Zwangsstörung
18 Dez 2017

Zwangsstörung

Unter einer Zwangsstörung leidet man wenn im wesentlichen wiederkehrende Zwangsgedanken und oder Zwangshandlungen aufträten.
Der Übergang vom “Normalen” zur Zwangsstörung ist fließend die Meisten kennen das Gefühl, am liebsten zweimal kontrollieren zu wollen, ob man die Wohnungstür auch tatsächlich versperrt hat.
Der Betroffene kann nicht anders, als wieder und wieder zu kontrollieren oder bestimmte Handlungen auszuführen.
Solche Zwänge können das gesamte Leben beeinträchtigen. Obwohl der Betroffene sie selbst als unsinnig, störend und unnötig empfindet, kann er sie nicht ignorieren.
Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dem Betroffenen gegen seinen Willen aufdrängen und ihn übermäßig beschäftigen. Sie können alltäglichen Gedanken und Befürchtungen ähneln, haben jedoch eine intensivere Qualität. Oftmals handelt es sich um bizarre, rational schwer nachvollziehbare Gedanken.
Zwangshandlungen sind Handlungen, zu deren Ausführung sich die Betroffenen gedrängt fühlen, obwohl sie diese möglicherweise als sinnlos oder übertrieben ansehen. Zu den häufigsten Zwangshandlungen zählen Wasch- und Reinigungszwänge (z.B. exzessives Händewaschen), Kontrollzwänge (z.B. Haustüren und elektrische Haushaltsgeräte kontrollieren), Ordnungszwänge, Zählzwänge, Sammelzwänge und Wiederholungszwänge.
Im Allgemeinen erleben die Betroffenen dieses Verhalten selbst als sinnlos und ineffektiv und versuchen immer wieder, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden, unterdrückt man die Zwangshandlungen, so verstärkt sich die Angst deutlich.


Sucht!!!
11 Okt 2017

Sucht!!!

Eine Definition von Sucht lautet folgender Maßen, ein Verlangen das unabweisbar ist nach bestimmten Gefühlen, Erlebnissen und Bewusstseinszustand. Durch das ständigen missbrauchen von beispielsweise Alkohol, Drogen, Medikamente und vieles mehr, verändert sich die Persönlichkeit nachhaltig. Ein Mensch wird nicht von der Droge abhängig, sondern von dem Gefühls-, Erlebnis- oder Bewusstseinszustand, der durch die Droge hervorgerufen wird. Gründe für dieses unabweisbare Verlangen sind vielschichtig, allerdings sind drei Faktoren bei der Entstehung von Suchterkrankungen von großer Bedeutung:

Persönlichkeit (Mensch)
Persönliche Einfluss Faktoren sind zum Beispiel mangelnde Konfliktfähigkeit, instabiles
Selbstwertgefühl, Störungen in der Beziehungsfähigkeit, geringe Frustrationstoleranz
und vieles mehr.
Droge (Mittel)
Nicht jeder Mensch, dessen Persönlichkeit oben genannte Mängel aufweist, greift
automatisch zur Droge. Es kommt auch auf die Griffnähe der Droge, ihrer Wirkung,
Verträglichkeit und Dosis an.
Gesellschaft (Milieu)
Die Gesellschaft beeinflusst die Suchtentstehung durch die Akzeptanz einer Droge
oder durch die Abgrenzung bestimmter Personengruppen, die nicht der Norm
entsprechen. Aber auch gesellschaftliche Bedingungen im Zusammenleben (zum
Beispiel soziale Konflikte, Verarmung etc.) können eine Suchterkrankung fördern.


Wenn uns unsere Seele krank macht
06 Okt 2017

Wenn uns unsere Seele krank macht

Nicht alle Schmerzen oder Beschwerden haben eine körperliche Ursache, sondern sind oft Signale oder „Hilferufe“ der Psyche an den Körper. Wenn wir ein Problem nicht verarbeitet haben oder es nicht wahrhaben wollen, kann dies etwa Rücken- oder Kopfschmerzen oder vieles mehr zur Folge haben. Dieser Zusammenhang wird unter den Begriff „Psychosomatik“ gestellt, da der Körper und die Seele sehr eng verbunden sind.

 


ARCHIV - Erstklässler der Grundschule im brandenburgischen Görzig (Oder-Spree) sitzen am 29.08.2009 im Klassenraum und werden von der Lehrerin Barbara Siebke begrüßt. Grundwerte wie «Achtung der Menschenwürde» bis Z wie «Zuverlässigkeit aus Respekt vor dem Anderen» sollten Kinder und Jugendliche früh lernen. Dafür brauchen sie Vorbilder. Und auch in den Schulen muss das Thema sein. Foto: Patrick Pleul dpa/lbn (zu lbn vom 23.11.2010)  +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
31 Aug 2017

Der Schulanfang steht vor der Tür!

Der erste Schultag ist für Kinder und Eltern ein besonderer. Wichtig ist, die Kinder positiv auf die neue Situation einzustimmen – die Umstellung spielerisch zu vermitteln. Falls anfangs tränen fließen – diese sind oft mit Trennungsängsten verbunden –  ist Verständnis gefragt. Sätze wie: “Da musst du leise sein” oder “Sitz still, du wirst dich noch anschauen jetzt fängt der ernst des Lebens an” sollte man aussparen. Generell gilt: Probleme ernst nehmen aber nicht dramatisieren!


Wenn der Alkohol uns krank macht
28 Jul 2017

Wenn der Alkohol uns krank macht

Fast jeder zehnte Österreicher trinkt Alkohol. Das Glas Bier oder das Achterl wein gehört vermeintlich dazu, außerdem ist Alkohol günstig und überall erhältlich. Wenn der Alkohol etwa bei Verlust von Geliebten, zum Abbau von Ängsten oder von Anspannungen getrunken wird, dann beginnt die Gradwanderung zwischen Genuss und Sucht. Nicht nur die Betroffenen leiden, sondern auch massiv die Angehörigen



Page 1 of 212