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25 Jun 2020

Aktive Trauerarbeit hat viele Gesichter

Trauer ist ein natürlicher und normaler Prozess. Das Gefühl der Traurigkeit gehört zu den Basisemotionen, die bereits auch Kinder im frühen Alter erleben und erlernen. Dennoch ist Trauer in unserer Gesellschaft ein oft verdrängter Gefühlszustand. Wissen über Trauer gibt Sicherheit im Umgang mit Trauernden und hilft zusätzliche Belastungen und Verletzungen der Betroffenen zu vermeiden. Trauerarbeit bedeutet nicht nur sich mit einem Verlust bzw. Tod eines geliebten Menschen oder Tieres auseinanderzusetzen, auch alle möglichen Verluste/Enttäuschungen des alltäglichen Lebens, den Abschied von Idealen oder Lebenzzielen und/oder der Gesundheit gehören betrauert und verarbeitet. 

Der Trauerprozess ist jedoch kein passiver Vorgang bei dem etwas mit einem geschieht, vielmehr muss der Trauernde aktiv werden und eine Reihe von Aufgaben lösen. Zudem ist es wichtig, die Trauerarbeit als ein individuelles und prozesshaftes Geschehen anzusehen. Negative Gefühle wie z.B.:  Verzweiflung, Ohnmacht, Wut, Schuld oder das Gefühl einer traurigen Leere müssen verestanden und zugelassen werden um einen angemessenen Umgang damit zu finden bzw. diese zu verarbeiten. Erst durch diese „Arbeit“ wird ein „normaler“ Trauerprozess gewährleistet. Wenn der Betroffene die Trauer dauerhaft nicht alleine bewältigen kann, ist eine psychologische bzw. psychotherapeutische Begleitung sehr hilfreich. Ziel der Therapie kann sein, bisher nicht geleistete Trauerarbeit nachzuholen, erschwerte Trauer in normale Trauerreaktionen umzuwandeln und dann zu bearbeiten. Diese „Arbeit“ gewährleistet erst einen „normalen“ Trauerprozess. Wird die Trauerarbeit nicht geleistet, ist der Abschluss des Trauerprozesses nicht mehr möglich, was sich auf verschiedenen Ebenen, in Form von unterschiedlichsten körperlichen und/oder psychischen Problemen/Symptomen, in verschiedenster Weise äußern kann.


15 Jun 2020

Trauma und schwere Belastungen!

Als Trauma kann ein Ereignis, dass eine außerordentliche Belastung im Leben des Betroffenen darstellt, definiert werden.

Es werden dabei zwei Typen unterschieden:

Trauma Typ I: Das Trauma entsteht meistens durch das Erleben einer (subjektiv empfundenen) lebensbedrohlichen Situation, aus der kein Entrinnen möglich war. Das Zentrale dabei sind die Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht, welche die/der Betroffene verspürt.

Trauma Typ II: Ist etwas komplexer, es handelt sich dabei von mehrfacher Traumatisierung. Diese stellt z.B. das wiederholte Erleben von Gewalt dar, wobei Gewalt jede Form von massiver Grenzüberschreitung darstellt, sei es körperlich oder seelisch.

Eine weitere komplexe Form von Traumatisierung ist das sogenannte Bindungstrauma. Damit sind Erfahrungen in der frühsten Kindheit gemeint, meistens bereits in der präverbalen Phase. Dies bzw. die Tatsache, dass es um Beziehungsgefüge handelt, machen den Zugang dazu in der Therapie noch schwieriger, denn die Traumatisierten haben in der Regel kaum bewusste Erinnerungen darüber und es ist (fast) unmöglich, das Geschehene in Wort zu fassen. Erkennbar ist das Phänomen daran, dass sich die traumatischen Muster in späteren Beziehungskontexten immer wieder zeigen, da die Bindungsfähigkeit von Grund auf gestört ist.

Traumafolgen

Hinter einer Vielzahl von diagnostizierten Störungen und Erkrankungen verbergen sich erlebte und nicht aufgearbeitete Traumatas! 

Folgende Symptomatiken und Diagnosen können auf Traumatisierung(en) im Hintergrund hinweisen:

  • Psychosomatischen Beschwerden
  • Chronische Schmerzen
  • Ängste/Panikstörung
  • Rezidivierende Depression
  • Essstörungen; Sucht
  • Persönlichkeitsstörungen/Borderline Syndrom
  • Suizidgedanken/-handlungen
  • Dissoziation, Identitätsspaltung
  • Andauernde Beziehungsproblematik, Beziehungsunfähigkeit
  • Unfähigkeit enge Bindungen einzugehen und gute Beziehungen zu führen

Es ist wichtig, Traumata in Form von Psychotherapie (eventuell auch kombiniert mit Körperarbeit bzw. Methoden wie z.B.: EMDR oder Brainspotting) aufzuarbeiten. 


13 Mai 2020

Die schleichende Gefahr “Bluthochdruck”

Bluthochdruck, häufig auch Hypertonie genannt, ist eine weit verbreitete Erkrankung die keinesfalls als Lapalie abgetan werden soll! Er tritt nicht nur bei älteren sondern auch bei jüngeren Menschen immer häufiger auf. Wichtig ist eine medizinische Abklärung um die Ursachen feststellen zu können. 

Von Bluthochdruck spricht man bei erwachsenen Menschen bei Werten ab >140/90 mmH.

Abweichungen gibt es bei folgenden Gruppen:

  • “gebrechlichen” älteren Patienten sowie Patienten über 80 Jahren sollte die Bluthochdruck-Therapie einen systolischen Blutdruck zwischen 140 und 150 mmHg anstreben
  • Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung (Nephropathie) und begleitender Proteinurie kann ein systolischer Blutdruckwert von unter 130 mmHg sinnvoll sein.
  • Bei Diabetes-Patienten sollte versucht werden, den diastolischen Blutdruckwert auf 80 bis 85 mmHg abzusenken.

Auf Dauer schädigt Bluthochdruck die Gefäße und trägt so zur Entstehung von Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Herzschwäche, Netzhautschäden, Nierenschäden usw. bei. 

Häufige Symptome von Bluthochdruck sind unter andere Kopfschmerzen (besonders morgens),Schwindel, leichte Ermüdbarkeit, gerötetes Gesicht etc.; evtl. auch Symptome von Folgeerkrankungen wie Brustenge (Angina pectoris), Wassereinlagerungen im Gewebe oder Sehstörungen.

Was kann man dagegen tun?

Die Basis der Bluthochdruck-Therapie ist eine Lebensstiländerung. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie versuchen, bestehendes Übergewicht abzubauen. Die richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen dabei. Beides wird auch Bluthochdruck-Patienten empfohlen, die nicht zu viele Kilos auf die Waage bringen.

Ein Rauchverzicht ist ebenfalls bei Hypertonie sehr ratsam, um das Herz-Kreislauf-Risiko nicht noch zusätzlich zu verschärfen. Gegebenenfalls werden blutdrucksenkende Medikamente vom Arzt verschrieben. Doch diese sind nicht immer notwendig! Durch gezielten Stressabbau bzw. Stressreduktion durch diverse Entspannungstechniken kann der Blutdruck deutlich gesenkt werden. Mittels Biofeedback sind durch die direkte visuelle Rückmeldung der Veränderungen im Körper diverse Entspannungstechniken wie z.B.: Autogenes Training oder auch ein gezieltes Handerwärmungstraining gut zu erlernen – so ist es auch möglich, dem Risiko Bluthochdruck vorzubeugen.  


06 Mai 2020

Schlafprobleme !? “Wenn die Nacht zum Tag wird”

Schlafprobleme über ein paar Tage hinweg sind in stressigen Lebensphasen oder während einer Erkrankung (z.B.: Erkältung, grippaler Infekt) oder aufgrund anderer belastender Situationen harmlos. 

Bestehen Schlafprobleme (die häufigsten sind Ein- und oder Durchschlafprobleme) für mindestens drei Wochen oder auch länger so spricht man von einer Schlafstörung. Schlafstörungen sind keine Lappalie und in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Bei Betroffenen kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit, in der Tagesbefindlichkeit und auch in der sozialen Kompetenz zudem steigt die Unfallgefahr stark an. Die Ursachen können körperlich oder auch psychisch bedingt sein – wichtig ist, diese in jedem Fall abklären zu lassen!

Bei primären Schlafstörungen lassen sich keine psychischen oder körperlichen Ursachen finden, häufig sind sie durch ungünstige Schlafbedingungen oder Stress bedingt. Sekundäre Schlafstörungen haben eine organische oder psychische bzw. psychiatrische Ursache z.B.: durch psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen; organische bzw. neurologische Erkrankungen wie chronische Schmerzen, hormonelle Erkrankungen etc.; oder auch durch Medikamente oder legale/illegale Drogen. 

Was tun? 

Bei organischen und/oder psychiatrischen Ursachen der Schlafstörung steht natürlich deren Behandlung durch den Arzt/Psychotherapeuten/Psychologen an erster Stelle. Unterstützend können Sie auch selbst etwas gegen Schlafstörungen was tun! Diverse Studien belegen, dass sich zwei Drittel aller Schlafstörungen sehr gut durch nicht-medikamentösen Maßnahmen beheben lassen. 

Um Schlafstörungen entgegenzuwirken ist es wichtig, für eine gute „Schlafhygiene“ zu sorgen. Dazu gehört unter anderem: 

  • Regelmäßige Schlafenszeiten
  • Für angenehme Schlafbedingungen sorgen (ideal ist eine Raumtemperatur von 18 Grad, kein laufender Fernseher oder Radio beim Einschlafen)
  • Keine Koffein- oder Alkoholhaltigen Getränke ab dem späteren Nachmittag konsumieren sowie keine anstrengenden Fitnesstrainings oder spannende Thriller vorm zu Bett gehen (beides wirkt aufputschend)
  • Allgemein wirkt sich eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung/Training positiv auf den Schlaf aus
  • Lassen Sie den Tag in entspannender Atmosphäre langsam ausklingen Wichtig: Mindestens 30 Minuten vor dem zu Bett gehen kein Smartphone nutzen, d.h. keine E-Mails oder Nachrichten mehr zu checken oder zu beantworten!

Äußerst wirksam für einen guten, erholsamen Schlaf sind zudem diverse Entspannungsverfahren (PMR, Phantasiereisen, Autogenes Training…). Als besonders wirksam sei hier das Biofeedback-Training genannt. Dabei erlernen Betroffene ihre Körperwahrnehmung zu verbessern, div. Körperreaktionen (u.a. Atem, Pulsfrequenz, Muskeltonus etc.) bewusst zu verändern/zu beeinflussen wodurch eine Entspannung eintritt um in einen erholsamen Schlaf zu finden. 


07 Apr 2020

Was gegen Stress hilft!

Um der Stressspirale zu entgehen, ist effektives Stressmanagement auf mehreren Ebenen sinnvoll

Die Evolution hat uns Menschen das genetische Notprogramm Stress mitgegeben, um in lebensgefährlichen Situationen entweder mit Kampf oder Flucht rasch zu reagieren. Jedoch kann dies zu einem Bumerang führen, wenn eine Stresssituation nach der andern kommt. Ein gesundheitlicher Schaden kann durch Dauerstress hervorgerufen werden, da Hormone und Botenstoffe ungenützt im Körper kreisen.

Typische Stresssymptome sind unter anderem:

  • Bluthochdruck
  • Gefäßerkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Innere Unruhe
  • Anspannung
  • Energiemangel
  • Konzentrationsschwäche
  • Depressive Verstimmungen
  • Vergesslichkeit
  • Schlaflosigkeit
  • sexuelle Lustlosigkeit

Einige versuchen ihren Stress selbst zu kompensieren und greifen vermehrt zu Alkohol, Zigaretten oder ähnlichen, das sind Alarmzeichen der Psyche, Ihr individuelles Lebenstempo ist im oberen Drehzahlbereich.

Einstellungsänderungen von Stressoren – beseitigen und / oder reduzieren Dauerstress

Auf der körperlichen Ebene sollten verschiedene sportliche Aktivitäten betrieben werden. Eine 1/2 Stunde Spazieren, Entspannungsübungen, Laufen und der gleichen tragen stark bei, seine Stressoren zu reduzieren und einen Ausgleich für sich zunfinden. Um den Tag positiv zu starten, Denken Sie positiv, ein individuelles positives Morgenritual ist wichtig, wie zum Beispiel ein gutes Frühstück ect. 

Wie das Sprichwort schon sagt: „Üben macht den Meister“ Üben Sie regelmäßig und nicht erst, wenn „der Hut brennt“.

Veränderungen von Grundeinstellungen, Normen und Werte können einen positiven Ansatz hervorrufen. 

Setzen Sie Prioritäten, eines nach dem anderen, ich lasse mich nicht treiben. 

Auch Autogenes Training in akuten Stresssituationen ist hilfreich. Sagen Sie sich „ich bleibe ruhig und gelassen, meine Atmung fließt ruhig und regelmäßig, ich bin ganz ruhig“. 

Biofeedback, Achtsamkeitstraining und Entspannungstraining begleiten Gestresste Personen auf dem Weg in ein stressfreieres Leben.

Stress kann man jedoch nicht von einem Tag zum anderen trotz Massnahmen sofort bewältigen man braucht Geduld und Gelassenheit dies kann man auch trainieren und erlernen.


19 Mrz 2020

Ein kleiner Leitfaden für die psychische Stabilität!

von Schwarzl Kevin und Mag. Eherer Sonja

In dieser aktuellen Krisenzeit entsteht für viele akuter Stress. Dauerstress ist für die Psyche, sowie den Körper ungesund. Deshalb ist es gerade in dieser Zeit sehr wichtig Psychohygiene und Entspannung zu betreiben. 

Auf Stressfaktoren reagiert jeder Mensch anders. Oft sind es körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot oder Erschöpfung. Hier ein paar Übungen, um Stress abzubauen. Nicht nur für die jetzige Zeit sondern auch die Zeit danach ;o)

  1. Das Prinzip der Achtsamkeit

Wir bewerten das, was wir erleben, nicht, und versuchen es nicht zu verändern, sondern nehmen es so an, wie es ist. 

Warum Achtsamkeit (auf den gegenwärtigen Augenblick konzentrieren mit all unseren Sinnen)? Weil es hilft! Aus vielen Untersuchungen geht hervor, dass Achtsamkeit das Wohlbefinden steigert, die Konzentration fördert, die Widerstandsfähigkeit verbessert und gegen Ängste und Depressionen hilft.

Wer mehr in der Gegenwart lebt, anstatt über die Vergangenheit zu grübeln oder sich Sorgen über die Zukunft zu machen, hat mehr Zugang zu den erfüllenden Aspekten des Lebens.

Das Beobachten des Atems ist eine der am häufigsten praktizierten und unaufwändigsten Achtsamkeitsübungen. Wie bei allen Dingen im Leben entsteht eine positive Wirkung erst durch regelmäßige Anwendung (am besten täglich).

  • Bauchatmung:

1. Sitze oder stehe mit aufrechtem Rücken und entspanne deine Schultern bewusst.

2. Schließe deine Augen und lege deine Hand auf den Bauch.

3. Richte deine volle Aufmerksamkeit auf deinen Atem: Atme tief durch die Nase in den Bauch ein. Fühle, wie die Atemluft durch die Nase fließt, mühelos in deinen Körper einströmt, dein Bauch sich weitet und die Luft sich in deinem Körper verteilt. Spüre beim Ausatmen, wie die Luft wieder aus dem Bauch herausfließt, die Bauchdecke sich wieder senkt und wie der Luftstrom durch deine Nase nach Außen strömt.

  • Die Wechselatmung (Yogaatmung)

Die Atmung heißt Wechselatmung, weil man wechselnd durch das linke und durch das rechte Nasenloch atmet. Nehmen Sie Daumen und den kleinen Finger (geht auch mit Ringfinger). Bringt Sie und andere vielleicht auch zum Lachen :o) 

  • Verschließen Sie das rechte Nasenloch mit dem Daumen und atmen Sie durch das linke Nasenloch lange ein. 
  • Nun das linke mit kleinem Finger geschlossen halten und durch das rechte lange Nasenloch ausatmen,
  • Machen Sie dies ein paar Minuten lang. 
  • Etwas Gewöhnliches anders machen

Anleitung:

Suchen Sie sich eine alltägliche Situation aus und machen Sie sie bewusst anders. 

Beispiel Zähneputzen:

Wenn Sie ein Rechtshänder sind, putzen Sie sich die Zähne mit Links. Dadurch wird man automatisch achtsam, weil sich die neue Herangehensweise zunächst komisch oder ungewohnt anfühlt.

Beispiel Essen: Wann haben Sie sich tatsächlich das letzte Mal vollkommen, ohne Ablenkung, auf das Essen konzentriert. Riechen Sie und Schmecken Sie mal wieder richtig und achtsam!

2. Lachen

Lachen ist der größte Feind des Stresses!

Wenn wir lachen, schüttet unser Körper Glückshormone (Endorphine) aus. Dabei ist es übrigens egal, ob wir “künstlich” lachen oder etwas wirklich lustig finden! Lachen entspannt und trägt zu einer positiven Grundstimmung bei. Durch Lachen wird ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt. Probieren Sie es gleich heute mit jemandem aus und fangen sie einfach zum Lachen an: 

Eine Übung aus dem Lachyoga (habe ich einmal gemacht und war eine der lustigsten Erfahrungen meines Lebens :o))

Pinguinlachen: Nehmen Sie den Gang eines Pinguins ein und laufen sie so im Zimmer herum, dabei fangen Sie an auf verschiedene Art und Weise laut zu lachen. Natürlich sollten noch andere Personen dabei sein (wir machen das im Moment mit Videotelefonie). Man darf kreativ sein: Rasenmäherlachen, Hühnerlachen, Wir fliegen lachen, Löwenlachen,…

Viel Spaß!

Positiver Nebeneffekt: Man verbrennt bei ausgiebigem Lachen auch Kalorien ;o)

3. Kommunikation

  • In Krisenphasen ist ein wichtiger Bestandteil die Kommunikation mit unseren Lieben. Das heißt, im konkreten die Kommunikation kann via Telefon, E -mail, Skype, Whatsapp und ähnliche Medien geschehen, um Ängste und Sorgen nicht alleine zu tragen. Aber auch um sich gegenseitig Mut zuzusprechen. WIR SCHAFFEN DAS!
  • Machen Sie anderen eine Freude. Tatsächlich steigert es unser Selbstwertgefühl und es versetzt uns in positive Stimmung, wenn wir anderen eine Freude bereiten.

Schreiben Sie wieder Briefe an ihre Lieben und verschicken Sie sie (Dankesbrief), machen Sie jemandem ein ehrliches Kompliment, spenden Sie, unterstützen Sie älter und schwache Personen.

4. Plan machen und seinen Tag strukturieren 

Aufgrund der aktuellen Lage läuft unser Alltag bei den meisten Menschen nicht wie bisher (Arbeit, …) Umso mehr, ist es gerade jetzt wichtig, seinen Alltag zu strukturieren.

  • Stehen Sie regelmäßig um die gleiche Uhrzeit auf
  • Machen Sie sich „hübsch“, auch wenn Sie alleine zuhause sind, das tut der Seele gut
  • Gehen Sie einigen Beschäftigungen nach wie, putzen der Wohnung, Wäsche waschen, kochen, backen,…
  • Tun Sie Dinge, die Sie schon lange nicht mehr gemacht haben: Häkeln, Puzzeln, Fotos sortieren, lesen, neue Rezepte ausprobieren, Dinge aussortieren, die man nicht mehr braucht (tut der Seele auch sehr gut), basteln, 

FÜR FAMILIEN: 

  • Holen Sie alte Gesellschaftsspiele hervor. Es macht Spaß und fördert die Bindung zueinander. Selbst Jugendliche, die die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbringen, nehmen wieder teil am Familiengeschehen, es können sehr positive Momente entstehen und es kann wieder positive Bindung entstehen. 
  • Basteln Sie mit ihren Kindern, seien sie kreativ und lassen Sie auch bei Ihren Kindern durch Langeweile wieder Kreativität entstehen. 

5. Vermeidung von negativen Gedankenkreisen

Grübeln Sie nicht über die aktuelle Situation. Grübeln bringt keine Lösungen, es verstärkt nur negative Denkmuster. Denken Sie positiv, sie können die aktuelle Situation nicht verändern aber Sie können dazu beitragen anderen zu helfen  und, dass sie keine weiteren Personen gefährden. 

Schreiben Sie ein „Selbstquarantäne Tagebuch“ und gestalten Sie es schön. 

6. Vertrauen Sie nur „offiziellen Stellen“ 

Die vielen Nachrichten, die im Moment auf uns einströmen, lösen bei vielen starke Verunsicherung und Ängste aus. Hören Sie auf offizielle Stellen, wie das Bundesministerium, und reduzieren Sie ihre Online Zeit. Setzen Sie sich zwei Fixpunkte am Tag, an denen Sie die Nachrichten verfolgen. 

7. Kontaktieren Sie ihren Therapeuten/Therapeutin

Versuchen Sie Ihre Therapien aufrechtzuerhalten via Telefon, Whatsapp, E-Mail, um erlerntes beizubehalten um Ihre psychische Stabilität aufrechtzuerhalten. 

Oder kontaktieren sie diverse Beratungsstellen, die ihre Hilfe in Krisensituationen anbieten.

Wir hoffen Ihnen damit eine kleine Unterstützung bieten zu können. 

Bitte nehmen Sie die Sache ernst und halten Sie sich an die Vorgaben der Regierung

Alles Gute und bleiben Sie gesund!

„Es gibt Berge da muss man drüber, damit der Weg weitergehen kann“


VORTRAG “Kind / Jugend / Sexualität” – Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!
17 Sep 2018

VORTRAG “Kind / Jugend / Sexualität” – Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!

Da es unterschiedlichste Wissensstände und Interessen in Bezug auf Sexualität gibt wurde ein Vortrag in meiner Praxis abgehalten.
In diesem Vortrag gab es für Erwachsene zunächst einige Informationen über die Entwicklung der sexuellen Reife von Kindern bis ins Jugendalter.
Auch praktische Übungen wurden durchgeführt, wie zum Beispiel: Eltern durften im Rollenspiel üben „wie baue ich das Gespräch über Sexualität und Orientierungen gut auf und welche Themen sind dabei für Kinder und Jugendliche wichtig“.

Fragen zu Liebe & Beziehungen waren auch genauso Thema wie Irritationen durch Pornografie und Fehlinformationen aus dem Internet. Auch die Körper von Jugendlichen entwickeln sich verschieden schnell. Bei manchen beginnt die Pubertät schon mit 9 Jahren, bei anderen erst mit 13. Durch die mediale Präsenz von bestimmten Idealen kann ein ungeheurer Druck entstehen, wie man auszusehen oder Sexualität zu leben hat.
Gleichzeitig purzeln die Hormone durcheinander und erzeugen noch mehr Fragezeichen im Kopf und einen starken Wunsch nach Orientierung.

Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme!!!
Weitere Vorträge auf Anfrage



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